Erschienen am 14.09.2007 in der Frankenpost Hof
AM WOCHENENDE AUF DEM TAUPERLITZER QUELLITZSEE
Eine leibhaftige Olympiasiegerin
Unter den 1100 Teilnehmern bei der größten Kanusprint-Regatta der Welt sind viele Topathleten
Am Wochenende „kocht“ wieder das Wasser im Tauperlitzer „Quellitzsee“, wenn bei der größten Sportveranstaltung in der Region Hochfranken die Asse aus vier Nationen im Kajak und Canadier das Wasser im See mit ihren Paddeln durchpflügen.
Zu den absoluten Höhepunkten zählen die Rennen der Achter-Canadier, wenn die Teilnehmer mit ihren Paddeln das Wasser durchpflügen.
Für die Kanuten aus Deutschland und weiten Teilen Europas ist der Saisonausklang in Hof inzwischen Kult geworden. Gleich dutzendweise starten die Weltmeister des Jahres 2007 von Duisburg in Hof. So kämpft neben der mehrfachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin Natasa Janic aus Ungarn ein Teil der erfolgreichen deutschen Nationalmannschaft um den Sieg. Neben der zweifachen Weltmeisterin Fanny Fischer, die mit ihrer Zweierpartnerin, der Europameisterin Carolin Kratochwil, für den KC Potsdam an den Start paddelt, starten mit dem Essener „Shootingstar“ Jonas Ems sowie Marco Herszel, Friederike und Erik Leue vom SC Magdeburg, Sebastian Lindner und Sebastian Brendel aus Potsdam weitere Welt- und Vizeweltmeister bei der größten Kanusprintregatta der Welt auf der kleinsten Regattastrecke der Welt.
Hinzu kommt natürlich noch eine Vielzahl von Junioren-Weltmeistern wie Franziska Weber, Jennifer Klein, Marcus Groß, Patrick Lux und Romy Leue aus Berlin, Potsdam und Magdeburg sowie eine große Anzahl von deutschen Meistern dieses Jahres in allen Altersklassen.
Natürlich bringen auch die ungarischen, tschechischen und österreichischen Vereine eine große Anzahl von Sportlern an den Start, die sowohl international als auch national sehr erfolgreich sind. Als bestes Beispiel ist hier Natasa Janic aus Szeged (Ungarn) zu nennen. Natasa ist als zwölffache Europa- und Weltmeisterin sowie amtierende Olympiasiegerin die prominenteste Teilnehmerin der Hofer Sprintregatta. Sie ist seit Jahren den Hofern freundschaftlich verbunden und will auf dem Quellitzsee einfach mal abschalten vom Wettkampfstress.
Die größte Mannschaft bei seiner Heimregatta stellt mit 74 Teilnehmern natürlich der Faltbootclub Hof zusammen mit der KRV Hof-Aschaffenburg. Die Teams mit den hochkarätigsten Stars kommen aus Potsdam und Magdeburg. Auch der Pokalgewinner der letzten Jahre für die beste Mannschaftsleistung, der LVB Leipzig, reist wieder mit einem siebzigköpfigen Team an.
Aus Hofer Sicht wäre man schon zufrieden, in den Staffel- und Mixed-Rennen vordere Plätze zu erreichen. Überhaupt sind die gemischten Staffel- und Mixed-Rennen für viele Spitzenfahrer der Anreiz, um nach Hof zu kommen.
Weltweit einmalig sind Mixed-Rennen im Canadier-Zweier und Canadier-Vierer, die auf Anregung von Friedericke und Erik Leue eingeführt wurden, sodass im Zweier 18 Boote an den Start gehen. Den hochkarätigsten Canadier-Mixed-Vierer stellt der SC Magdeburg. In diesem „Familienboot“ sitzen die Vizeweltmeister Friedericke und Erik Leue, Junioren-Weltmeisterin Romy Leue sowie ihr Vater und Trainer Eckhard Leue, der sich bei der Olympiade 1980 in Moskau die Bronzemedaille im Canadier-Einer erkämpfte.
Der Zeitplan ist durch die 1100 Teilnehmer wieder sehr eng gesteckt. Da, vor allem bei der Staffelholzübergabe hier und da Kenterungen auftreten, steht eine Staffel der DLRG-Ortsgruppe Hof bereit.
Am Samstag von 8.30 bis 18.30 Uhr finden die Vor- und Zwischenläufe statt, am Sonntag ab 8.45 Uhr folgt dann mit den Endläufen ein Knaller nach dem anderen. Alle Teilnehmer und Zuschauer, die den Endlauf der Männer-Vierer schon einmal miterlebt haben, freuen sich schon wieder auf dieses Kanu-Spektakel, das zum Abschluss der Regatta gestartet wird und bei dem sogar Außenstehende eine Gänsehaut bekommen, wenn die Boote mit Höchstgeschwindigkeit durch den See rauschen. Ein tolles Rennen dürfte auch das der Achter-Canadier werden, für das bisher sechs Boote gemeldet haben.
G.MEYER