
Was ist ein Kanu?
Kanus - das sind alle Kleinboote, die in Fahrtrichtung blickend mit Muskelkraft fortbewegt werden - bilden zwei große Gruppen: die oben offenen Canadier und die Kajaks. Diese haben dagegen ein Oberdeck und eine oder mehrere Sitzluke(n). Der Kajak
Der Kajak dagegen ist ein Jagdboot der grönländischen Eskimo: Es wurde mehr auf Beschleunigungsvermögen und die Benutzung in Eis führenden Gewässern ausgelegt. Auch können die Eskimo sich mit dem Boot einfach von der Eisscholle ins Wasser gleiten lassen, denn die kleine Sitzluke wird perfekt abgedichtet. Natürlich beherrschen sie auch die berühmte "Eskimorolle", denn sonst hätten sie nach einer Kenterung im eiskalten Wasser kaum eine Überlebenschance. Ein Kajak wird im Sitzen gefahren. Das heißt, der Paddler taucht sein Paddel wechselseitig ein, um das Boot vorwärts zu bewegen. Im Heck befindet sich meist ein Steuer, das mit den Füßen bedient wird. Dies ist in abgewandelter Form das Boot, mit dem heute die Rennen im Kanurennsport gefahren werden. Unterschiedlichste Hersteller in ganz Europa bauen unterschiedlichste Bootsformen, aus Holz, Glasfaserkunststoff oder Kohlefaserwerkstoffen. Die Vielfalt der Formen wird in Strömungskanälen entwickelt und getestet. Im Kajakrennsport kommen folgende Bootsklassen zum Einsatz der Einer, K1: L max= 5,20 m / Mindestgewicht 12 kg, der Zweier, K2: L max = 6,50 m / Mindestgewicht 18 kg, der Vierer, K4: L max= 11,00 m / Mindestgewicht 30 kg Der Canadier
Der Canadier ist ein Abkömmling des Rindenkanus der nordamerikanischen Indianer, ein Boot, das von Anfang an als Verkehrsmittel für den Personen- und Lastentransport konzipiert wurde. Es war offen, um es bequem be- und entladen zu können. Denn zum Reisen mit diesem Boot gehörten zwangsläufig die "Portagen", wie die französischen Kolonisten in Kanada sagten, die Umtragung von Hindernissen (z.B. Wasserfälle). Der Candier wird mit einem Stechpaddel (das Paddel hat nur ein Blatt), mit dem auch gesteuert wird, vorwärts bewegt. Die Fahrer eines Renn-Canadiers knien in ihren Booten, Tourencanadier haben meist komfortablere Sitzbänke.
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