Zweifache Olympiasiegerin Natasa Janic aus Ungarn kommt zum dritten Mal nach Hof
An kommenden Wochenende "kocht" wieder das Wasser im Tauperlitzer Quellitzsee, wenn die Asse im Kajak und Canadier aus vier Nationen das Wasser im See mit Turbinengeschwindigkeit umschaufeln. Für 1.100 Aktive aus 56 Vereinen ist der Saisonausklang in Hof inzwischen Kult geworden. Das Auspaddeln findet aber auf höchsten Niveau statt. Neben den vielen Kanuhochburgen aus Deutschland haben hat der erfolgreichste Kanuverein bei den olympischen Spielen, der KK Szeged, 48 Sportlerinnen und Sportler in allen Altersklassen gemeldet. Darunter die zur Zeit schnellste Kanutin der Welt, die 22jährige Natasa Janic, die in Athen sowohl im Kajak-Einer über 500 m als auch im Zweier mit Katalyn Kovac in jeweils überlegener Manier die Goldmedaille gewonnen. Alle anderen Olympiaasse haben die "Schnauze voll" vom Paddeln und träumen nur noch vom Urlaub. Aber Natasa Janic gefällt es in Hof so gut, dass sie sich entschlossen hat mit ihrer Vereinsmannschaft vom KK Szeged, die bei Olympia drei Gold- und eine Bronzemedaille sowie zwei Fünfte nach Ungarn geholt hat und damit der erfolgreichste Kanuverein der Welt geworden ist, die weite Strecke von 1.200 km nach Hof zu fahren. Eigentlich hatte sie gehofft und gewünscht mit dem deutschen Olympiasieger Ronald Rauhe, wie 2001, wieder im Mixed-Zweier antreten zu können. Ronald Rauhe hat aber von den Bundestrainern Trainingspause und Urlaub verordnet bekommen, obwohl er auch wieder gerne nach Hof gekommen wäre. Im Mixed-Zweier startet Natasa dafür mit dem diesjährigen deutschen Vizemeister im Kanusprint und mehrfachen Juniorenwelt- und Europameister Torsten Lubisch vom RKV Berlin, der in München nur knapp hinter Rauhe als Zweiter über die Ziellinie paddelte mit einem guten "Ersatzmann".
Erstmalig sind der BKV Budapest/Ungarn und der SC Chomutov/Tschechien am Start. Die österreichischen Spitzenvereine aus Linz, Lenzing und Ottensheim sind von Anfang an dabei. Neben Lubisch und dem letztjährigen Juniorenweltmeister und diesjährigen vierfachen Europameister Norman Bröckl vom Post SV Berlin, die künfig im Zweier antreten wollen und vielleicht die Olympiasieger 2008 sein werden, sind über 20 frischgebackene deutsche Meister in allen Altersklassen am Start. 72 Aktive schickt die KRV Hof-Aschaffenburg in die
Rennen, von denen insbesondere die Schüler/innen die Chance haben, um die Siege und Ehrenpreise zu kämpfen. Aber auch in der Leistungsklasse wollen die Vorjahresfünften im Zweier-Mixed, Vicky Zettl und Sebastian Herr mindestens den Endlauf schaffen. Der Zeitplan ist wieder sehr eng gesteckt und es darf nicht allzu viele Kenterungen und Zeitverzögerungen geben, um die Mammutveranstaltung im Lot zu halten. Samstag ab 08.30 Uhr bis 18.30 Uhr finden die Vor- und Zwischenläufe statt und am Sonntag von 09.00 Uhr bis 15.30 startet ein Knaller nach dem Anderen. Alle Teilnehmer und Zuschauer, die den Endlauf der Männer-Vierer schon einmal gesehen haben, freuen sich bereits wieder auf dieses Finale, bei dem sogar Außenstehende eine Gänsehaut bekommen, wenn die Armada fast über das Wasser fliegt. Wenn das Wetter wieder mitspielt, dürfte diese weltweit einmalige Sprintregatta auch in diesem Jahr wieder alle Anwesenden in ihren Bann ziehen.