Hauptbericht zur Hofregatta 2011Damen LK Vierer der KRV Hof-Aschaffenburg

Hauptbericht über die 20. Internationale HofRegatta im Kanusprint auf dem Tauperlitzer See am 17./18. September 2011

20. internationale HofRegatta im Kanusprint auf dem Tauperlitzer See
Juniorenweltmeister Tom Liebscher paddelt alle nass
Überraschungssieg durch Hof-Aschaffenburger Damen-Vierer

Trotz des Unwetters, das am Samstag über Tauperlitz Richtung Osten zog und viele Schlaf- und Mannschaftszelte zerstörte und durchnässte sowie des Dauerregens um die 11 Grad am 2. Wettkampftag, war die 20. Internationale Kanuregatta des Faltbootclubs Hof wieder ein voller Erfolg. Bei einer einberufenen Mannschaftsleiterbesprechung kurz vor Beginn der Rennen am Sonntag, teilten zwar vier Vereinsvertreter mit, dass sie abreisen müssen, weil sie keinen trockenes Teil mehr zum Anziehen hätten, der Rest war relativ gut weggekommen und einstimmige Meinung war, dass sich Kanuten vor Dauerregen und Kälte ihren Spaß nicht verderben lassen.
Wie versprochen war Weltmeister und Weltcupsieger Jonas Ems mit seiner Freundin Frederike Leue angereist, um im Mixed-Zweier der Leistungsklasse anzutreten und den Sieg aus dem Vorjahr zu verteidigen. Dies gelang, wenn auch äußerst knapp vor der Besetzung Veronika Klapova und Branco Tarkulic aus Chomotov/Tschechien. Frederike Leue sicherte sich außerdem in einem rasanten Endspurt den Sieg im Kajak-Einer der Damen vor Lenka Hrochova aus Décin/Tschechien und Mariann Gebelein vom KC Fürth. Ansonsten wollten sich die beiden nur beim Zusehen der spannenden Rennen und bei der Abschlussparty am Samstagabend von der anstrengenden Saison entspannen. An der Strecke war auch Welt- und Vizeweltmeisterin Franziska Weber aus Potsdam, die aber nicht startete sondern nur ihre Freundinnen und Freunde treffen wollte. Dafür tauchte aber der dreifache Juniorenweltmeister Tom Liebscher aus Dresden umso öfter sein Paddel in den Quellitzsee. Insgesamt hatte er an den zwei Wettkampftagen 19mal die 200 m-Distanz zu bewältigen. Wie schon im Vorbericht angekündigt, zeigte es sich, dass der 18jährige Dresdner in einer unglaublichen Topform ist. Im Einer-Kajak- der Herren paddelte er einen deutlichen Sieg heraus und verwies den U-23-Weltmeister Kostja Stroinski sowie den Sprinthaudegen Jürgen Schüle aus Friedrichshafen. Vorjahressieger Branco Tarkulic musste sich hinter seinem Zweierpartner Jiri Kraft als sechster geschlagen geben. Die beiden Tschechen sind die tschechischen Meister dieses Jahres und nahmen an der WM in Széged teil. Das schnellste Rennen der Regatta gewann die Besetzung aus Friedrichshafen mit Jürgen Schüle, Martin Schubert, Maik Schildhauer und Niklas Böhme vor den Booten aus Flöha, Décin und Prag. Den Sieg im Zweier sicherten sich Jürgen Schüler und Niklas Böhme, Friedrichshafen vor Branco Tarkulic und Jiri Kraft, so dass die tschechischen Spitzenfahrer seit langem das erste Mal ohne Sieg die Heimreise antreten mussten. Damen der KRV Hof-Aschaffenburg mischen ganz vorne mit. In Topform zeigten sich ebenfalls die Sportlerinnen und Sportler der KRV Hof-Aschaffenburg bei ihrer Heimregatta. In einem begeisterndem Rennen im Vierer-Kajak zeigten die Hof-Aschaffenburger Damen Viktoria Zettl, Johanna Relius, Hannah Patzelt und Johanna OIbremski der Konkurrenz mit ihrem Sieg vor den Besetzungen aus Leipzig, Dresden, Decin und Berlin, dass mit ihnen immer zu rechnen ist. In der gleichen Besetzung wurde in der Damen-Staffel über 4 x 200 m im Kajak-Einer Silber erpaddelt. Ein weiterer toller Sieg kam mit dem Sieg in der gemischten Staffel der Leistungsklasse hinzu. Riesig freuten sich Viktoria Zettl und Johanna Relius über den dritten Rang im Zweier hinter den Booten aus Décin und Kassel. Melanie Gebhardt, dritte der Juniorenweltmeisterschaft, die nur in wenigen Rennen antrat, fuhr mit ihrer Partnerin Stephanie Dreßl einen überlegenen Sieg im Zweier der Juniorinnen heraus. Wie angreifender Kampfverband von Indianerbooten schaute sich das Rennen der Achter-Canadier an. Erneut konnte der WSC Friedersdorf, knapp vor der LVB Leipzig, Halle und München den Siegespokal mit nach Hause nehmen. Ansonsten siegten in den Canadier-Rennen die Boote aus Berlin, Leipzig, Halle, Friedersdorf und Dresden. Nach drei Jahren holte sich der LVB Leipzig mit seinen 112 angetretenen Sportlern den Mannschaftspokal für die Gesamtwertung mit 671 Punkten zurück. Knapp dahinter folgten die Mannschaften der KRV Hof-Aschaffenburg mit 563 sowie die langjährigen Gewinner vom „Blauen Wunder“ aus Dresden mit 494 Punkten. Die Verantwortlichen konnten wieder das Resümee ziehen wieder eine gelungene Veranstaltung bei schwersten Bedingungen über die Bühne gebracht zu haben. Dies war aber nur durch die Unterstützung der Gemeinde Tauperlitz, der Stadt Hof, dem BSC Tauperlitz, dem Wirt des Clubheims „Toni“, allen Tauperlitzern sowie dem Sponsoring der Sparkasse Hochfranken möglich. Ein gesonderter Bericht über die im Rahmen der Regatta durchgeführten Para- und Specialolympics-Rennen sowie über Erfolge der Hofer Vereine und der im Rahmen des 20. Jubiläums durchgeführten Faltbootrennen folgt
G.M.Frederike Leue und Jonas Ems im K2
http://www.faltbootclub-hof.de