Weltcup in Szeged

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Weltcup in Szeged

Bericht über das Abschneiden der Hoferin Melanie Gebhardt beim ICF-Weltcup in Széged am 23./25.05.2014

Melanie Gebhardt und Anne Knorr holen Bronze im Kajak-Zweier über 1.000 m

Wie schon berichtet, wurde das große Hofer Kanutalent, die beim Faltbootclub Hof das Paddeln erlernte und hier schon große Erfolge verzeichnete, vom Deutschen Kanuverband für den ICF-Weltcup in Széged zum Start gemeldet.  Die deutsche Nationalmannschaft stellte dabei unter den teilnehmenden 54 Nationen, nach der ungarischen Mannschaft, eines zahlenmäßig stärksten Teams. Leistungsmäßig bestätigten die Deutschen ebenfalls ihren hohen Leistungsstand. Melanie Gebhardt und Anne Knorr, die als einziges deutsches Boot über die 1.000 m am Start waren, qualifizierten sich mit einem souverän eingeteiltem Rennen als Vorlaufsiegerinnen vor Ungarn und China direkt für den Endlauf. Im Endlauf legten das rumänische Boot und die zwei ungarischen Boote ein enormes Tempo vor. Bei 500 m kämpften sich Anne und Melanie weiter an die schon fast eine Bootslänge führenden Rumäninnen und Ungarinnen heran und lagen bei 750 m zeitweise auf Rang zwei. Erst im Schlussspurt, fast auf der Ziellinie schob sich das zweite ungarische Boot mit Nora Szilvasy und Dora Bodonyi, die im Vorlauf noch hinter ihnen lagen, noch an ihnen vorbei, so dass die beiden ungarischen Boote einen Doppelsieg vor den Deutschen landeten. Der dritte Platz von Melanie Gebhardt und Anne Knorr bei dieser wahnsinnig starken Konkurrenz ist aber ein Riesenerfolg bei ihrer zweiten Weltcupteilnahme in der A-Nationalmannschaft. Das Rennen wurde am Samstag um 11.36 Uhr auf Eurosport 2 live übertragen. Auch der Nachwuchsvierer des deutschen Damenteams lief besser wie in Racice. Leider wurde auch dieses Mal der A-Endlauf verpasst. Aber mit Rang vier, hinter Canada, Australien und China, vor Dänemark, Korea und dem Nachwuchsvierer der Ungarn, konnten Steffi Kriegerstein, Sabrina Hering, Anne Knorr und Melanie Gebhardt sehr zufrieden sein. Nur um aufzuzeigen, wie eng es beim Paddeln zugeht. Die Olympiasiegerinnen Tina Dietze und Conny Waßmuth schieden im Semifinale der Zweier über 500 m als Vierte genauso unglücklich aus, wie Melanie und Anne in Racice. Insgesamt konnte das DKV-Team zufrieden sein. Nachdem die Damen im Vierer 500 m mit Silber und in den Zweiern über 500 m und 1.000 m mit zweimal Bronze vorgelegt hatten, waren die Männer um Max Hoff, Sebastian Brendel und der neuen Sprintrakete mit Ronald Rauhe und Tom Liebscher nicht zu schlagen und bestätigten mit ihren dritten Weltcupsiegen (Mailand, Racice, Széged) ihre hervorragende Form. Die Mannschaft ist inzwischen wieder geschlossen in der Sportschule Kienbaum eingetroffen, wo sie sich auf die nächsten Wettkämpfe, vorrangig auf die Europameisterschaften im heimischen Brandenburg vorbereiten wird. Für Melanie bedeutet das, dass sie ihr Studium der Sonderpädagogig erst einmal vernachlässigen muss. Wie es weitergeht mit Melanie, wird sie bei der Europameisterschaft eingesetzt oder in der U-23-Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften in Széged, werden wir berichten.
Die gesamten Ergebnisse des Weltcups können unter http://results.digicorp.hu/competition/16777302/races eingesehen werden.

G.M.

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