Nachruf auf Herbert Schmalz

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Wir trauern um unser Ehrenmitglied Herbert Schmalz.

Herbert war seit 68 Jahren Mitglied im Faltboot-Club Hof e.V.1932. Als junger Erwachsener erreichte er große sportliche Erfolge, viele zusammen mit seinen Sportkameraden Helmut Kästl, Gerd Wolfrum und Karl Schmidt. So wurde er 1963 Bayerischer Meister über 1000m und 10 000m. Dies schaffte er trotz seines Berufs als Bäckermeister. Für Albert Müller und Günther Meyer, die damals noch als Jugendliche im Verein paddelten, war er stets ein großes Vorbild, aber auch guter Kamerad.

Ohne Herberts Engagement wäre es nie gelungen das Bootshaus am Sand zu bauen. Er bürgte, wie viele Vereinskameraden, mit einem Vielfachen seines Einkommens. Dies war weder 1960 noch heute  selbstverständlich.

Herbert übernahm mit seiner Frau Inge die Gastwirtschaft der Schwiegereltern, den „Teufelsberg“. Dort fanden ab den 1980ern legendäre Faschingsfeiern des Vereins und die jährlichen Weihnachtsfeiern statt. Herbert konnte dort auch einem seiner Hobbies frönen. Er legte als Disc Jockey bei Feiern auf.  Dafür stellte er immer tolle, fetzige Stimmungs- und Tanzmusik zusammen. Mitte der 60er Jahre leistete sich Herbert ein Motorboot. Mit dem fuhr die Familie auf der Saale bei der Papierfabrik Macher Wasserski und natürlich auch im Urlaub zusammen auf der Adria. Er unterstütze damit auch das Training des damaligen Trainers Mathias Ellmauer auf der Saale. So konnten sie hinter den Sportlern herfahren, um das Training zu leiten. Als Anekdote dazu: An einem Sonntagnachmittag durfte, wer sich traute, auf einem Brett hinter dem Motorboot herziehen lassen. Das war in den 1960ern noch möglich auf der Saale. Sein Sohn Gerhard wuchs praktisch im Verein mit auf und engagiert sich, nach einer ebenfalls erfolgreichen sportlichen Laufbahn, weiterhin ehrenamtlich.

Als die Internationale Hofer Sprintregatta in Tauperlitz 1992 aus der Taufe gehoben wurde, war Herbert von Anfang an mit dabei. Er baute lange, zusammen mit Richard Hohberger, Robert Richter, Hans Ernst und Hubert Fichtner, die Regattastrecke auf. Auch nach der Aufgabe der Gaststätte und dem Tod seiner Ehefrau Inge stand er dem Verein zur Verfügung. 2004 erhielt er die Sonderehrung der Stadt Hof in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft im Faltboot-Club Hof. Viele nationale und internationale Kanustars kennen Herbert aus der Bratwurstbude an der Regattastrecke, die er bis zuletzt mit Hansjörg Thüroff führte. Bei allen Projekten des Vereins stand er stets unterstützend parat. Dafür ehrte ihn der Verein 2013 mit der Ehrenmitgliedschaft.

Er war immer ein großes Vorbild für viele, die in der Zwischenzeit im Verein Verantwortung übernommen haben.

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